Film für WW




Einsatzkräfte der KWW




Kreiswasserwacht Rottal-Inn

Grußwort


Verehrte Freunde der Wasserwacht,
liebe Kameradinnen und Kameraden!
 
„Menschen, die helfen!“ ist ein Leitsatz, den sich das Bayer. Rote Kreuz schon vor Jahren zu eigen gemacht hat. Dies ist auch die Devise der über Tausend Wasserwachtlerinnen und Wasser-wachtler im Landkreis Rottal-Inn.
 
Statistiken vermelden immer wieder den Prozentsatz der des Schwimmens Unkundigen, die Anzahl der beim Baden Ertrun-kenen, aber auch die Opfer, die im Rahmen einer modernen Freizeitgestaltung die Herausforderungen der "Macht des Was-sers" suchten und unterschätzten. Nicht zu vergessen sind die Gefahren und Schäden bei Unwetter und Hochwasser, die leider schon zur Regelmäßigkeit werden.
 
Dem entgegenzuwirken, aufzuklären, auszubilden und Multipli-katoren zu schulen hat sich die Wasserwacht als Wasserrettungs-dienst zu eigen gemacht. Die Palette der Aufgaben und der an-gebotenen Dienste ist breit gefächert und detailliert in unserer Ordnung beschrieben. Das Ziel ist es, jeweils für den Ernstfall gerüstet zu sein. Dies ist aber nur möglich mittels eines hohen Ausbildungsstandes und im Zusammenspiel der Kräfte verschie-dener Hilfsdienste.
 
Fachliches Können in Verbindung technischer Hilfsmittel, insbe-sondere aber Engagemen, sind die Grundlage für unsere Hilfe. Was wir, die Angehörigen der Wasserwacht im Landkreis Rottal-Inn, können, womit wir ausgerüstet sind, und was wir auch schon geleistet haben, verbunden mit einem Blick in die Vergangen-heit, darüber soll nachfolgend diese Broschüre informieren.
 
 
 
Die Entwicklung der Wasserwacht im Landkreis Rottal-Inn
 
Mit der Neugründung des Bayerischen Rotens Kreuzes im Jahre 1945 wurde auch die Wasserwacht als neue Gemeinschaft ge-schaffen. In der Anfangsphase waren vorwiegend die Kreisstädte die Keimzelle der Ortsgruppen und der späteren Wasserwacht-abteilungen. Anlass war vor allem das Vorhandensein von Frei-bädern, die allerdings bei weitem nicht dem heutigen Standard entsprachen. Trotzdem fanden sich engagierte Rettungsschwim-mer, die in den Kriegsjahren eine Ausbildung bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) absoviert hatten, zu einem Neuanfang zusammen.
 
So war dies auch der Fall in den damaligen Altlandkreisen Pfarr-kirchen und Eggenfelden. Initiator in Pfarrkirchen war der lang-jährige Abteilungsleiter Martin Kraft, der mit unermüdlichem Eifer die Grundsteine setzte. Als weiterer "Motor" im südlichen Bereich ist Josef Kick sen. zu nennen, Mitbegründer der WW-Ortsgruppen Ering und Prienbach. Mit zu den "Frühgründungen" gehörten auch die Ortsgruppen Simbach/Inn und Tann.
 
Im Altlandkreis Eggenfelden konzentrierte sich anfangs alles auf die Kreisstadt. Als Pioniere der ersten Stunde sind zu nennen die Kameraden Norbert Fichtner und Odo Lepl. Als Nachfolger fun-gierte Hugo Wild, dessen Frau ebenfalls zu den ersten Wasser-wachtlerinnen gehörte. Hugo Wild war übrigens auch an der Gründung der Ortsgruppe Simbach bei Landau beteiligt, das damals noch zum Landkreis Eggenfelden gehörte. Ebenfalls aus der Reihe der "Gründungsväter" ist Karl Buxbaum mit seiner 1973 ins Leben gerufenen Ortsgruppe Mitterskirchen zu nennen.
 
Mit der Gebietsreform im Jahre 1972 und der Neubildung des Landkreises Rottal-Inn übernahm Martin Kraft die Gesamtleitung, die er bis 1977 innehatte. Sein Nachfolger wurde Manfred Arlt, der zwei Wahlprioden lang die Wasserwacht führte. In seine Amtszeit fiel auch die Gründung der Ortsgruppe Amsham-Egglham. Als Manfred Arlt 1985 nicht mehr kandidierte, wurde Hellmut Schmidt, Mitglied der Ortsgruppe Gangkofen , als Ab-teilungsleiter gewählt.
 
In dessen 20-jährigen "Amtszeit", der bisher längsten Epoche ei-ner Führungskraft, fielen mehrere Veränderungen, die auch das sog. Vereinsleben beeinflussten. So wurde 1979 für die WW in Bayern die Santätsausbildung eingeführt, die die bisherige Ers-te-Hilfe-Ausbildung nicht nur qualifizieren, sondern Bestandteil der Ausbildung des aktiven Rettungsschwimmers sein sollte. Sie stieß damals auf großen Widerstand und bedeutete auch, dass Führungskräfte aus Protest zurücktraten. Heute ist die San-Ausbildung kein Problem mehr, was die steigenden Teilnehmer-zahlen beweisen. Sie wurde gekürzt und und auf den Wasserret-tungsdienst zugeschnitten.
 
Mit dem Neubau einer Freibades in der Marktgemeinde Triftern im Jahre 1985 etablierte sich die vorläufig letzte Gemeinschaft der insgsgesamt 11 WW-Ortsgruppen und 2 WW-Stützpunkt im Landkreis Rottal-Inn, die insgesamt 13 Badeplätze betreuen, sei es Freibad, See oder Fluss.
 
Auch organisatorisch gab es in dieser Zeit einige Veränderun-gen. Die vormaligen WW-Abteilungen und Abteilungsleiter wurden in Kreis-Wasserwachten und Leiter der Kreis – WW um-benannt. Einsatztaktisch wurden Schnell-Einsatzgruppen (SEG) gebildet und ausgerüstet, um sowohl im Landkreis wie auch überregional die Wasserrettung zu gewährleisten. Stützpunkte sind die Ortsgruppen Arnstorf, Eggenfelden, Postmünster, Sim-bach/Inn und Prienbach. Auch in die auf Bezirksebene (hier Niederbayern/Oberpfalz) neu geschaffenen Hochwasserret-tungszüge ist die Kreiswasserwacht Rottal-Inn als sog. Zugtrupp integriert.
Ausgelöst durch eine Änderung bzw. Ergänzung der Satzung des Bayer. Roten Kreuzes im Jahre 2003 und Vorgaben des DRK wur-den auch die Ordnung der WW und vor allem die bestehenden Dienstvorschriften überarbeitet und den Gegebenheiten ange-passt. Maßgeblich daran beteiligt als Mitglieder der Dienstvor-schriften-Kommission waren die Kameraden Willi Hamberger und Hellmut Schmidt.
 
Aber nicht nur hier, sondern auch in anderen Bereichen haben Mitglieder der KreisWW Rottal-Inn sowohl auf Bezirks- wie auch auf Landesebene Pionierarbeit geleistet oder ist ihr Rat gefragt.
Mit der Präsentation eines Kindermalbuches, verbunden mit ei-nem Plakat neuer Baderegeln, deren Idee, Konzept und Ausfüh-rung von Christian Kögl stammen, wird in humorvoller Weise über die Arbeit der Wasserwacht informiert. Malbuch und Plakat sind für alle Wasserwachten im Bundesgebiet als Präsentations- und Werbematerial gedacht. Gleiches gilt auch für seine Ehefrau Christin, die mit neuen Ideen die Jugendarbeit in der Wasser-wacht bereichert.
 
Bestandteil der aktiven Jugendarbeit sind die alljährlich stattfin-denden Rettungsschwimmwettbewerbe für Erwachsene und Ju-gendliche. Für die Konzipierung, Regelauslegung und die Aus-bildung von Schiedsrichtern ist seit Jahren Willi Hamberger in Bayern verantwortlich.
 
Eine besondere Herausforderung für den aktiven Dienst in der Wasserwacht ist der Einsatz von Tauchern. Seit vielen Jahren ist Hubert Degner nicht nur für die Unterweisung in der Kreiswas-serwacht Rottal-Inn, sondern auch für den WW-Bezirk Nieder-bayern-Oberpfalz zuständig. 
 
Als zusätzliches Mitglied der Arbeitsgruppe "Einsatz und Füh-rungskräfte" hat Hellmut Schmidt in Anlehnung der bei den Be-reitschaften schon praktizierten "Modulare Leitungs- und Füh-rungskräfteausbildung im BRK" vier neue Wasserwacht-spezifi-sche Module erarbeitet, die nun für die Ausbildung von WW-Führungskräften in Bayern verbindlich sind.
 
Nun schließt sich der Kreis, endet vielleicht auch eine Epoche, aber es findet keine Zäsur statt. Atbewährte Kräfte wie auch neue junge engagierte Kameradinnen und  Kameraden werden unter Führung von Hans Nothaft, langjähriger Techn. Leiter und erfah- ren durch viele Einsätze, die Geschicke der Wasserwacht für die nächsten Jahre in unserem Landkreis bestimmen.
 
Wir können mit Fug und Recht sagen, dass unsere Kreis-Wasser-wacht innerhalb des BRK-Kreisverbandes Rottal-Inn wie auch im BRK-Bezirk Niederbayern-Oberpfalz einen hohen Stellenwert be-stitzt.